Grundbegriffe

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Falls Sie mit der Verwaltung von Musik im Digitalformat noch nicht vertraut sind, können Sie sich hier in wenigen Minuten die nötigen Grundkenntnisse über ein digitales Archiv aneignen.

Das Archiv

Beim Archiv handelt es sich um eine Datenbank, die Ihre Musik-CDs und Musikdateien (Songs) enthält. Jedes Album und jeder Song, der in der Datenbank erscheint, ist eine Aufnahme eines Albums bzw. Songs, der physisch existiert - auf einer Ihrer Musik-CDs, auf der Computerfestplatte (z. B. in Form von MP3-Dateien) oder in einem Netzwerk. Der Vorteil, die eigene Musik in einer Datenbank zu speichern, besteht darin, dass sich der gesamte Bestand - auch wenn er mehrere tausend Dateien umfasst - im Nu nach einem gewünschten Titel durchsuchen lässt. Auch die Verwaltung der Dateien lässt sich in sehr kurzer Zeit bewältigen.

Zur Verwaltung Ihrer Musik müssen Sie sie zunächst zum Archiv hinzufügen. Sobald ein Song ins Archiv aufgenommen wurde, wird bei Vorgängen an der Datei auch das Archiv nach Bedarf aktualisiert. Beispiel:

    • Wenn Sie den "Interpreten" oder das "Album" für eine Datei ändern, wird die Datenbank aktualisiert, ebenso wie der Tag der Datei (sofern die automatische Aktualisierung eingerichtet ist).
    • Beim Löschen eines Songs können Sie entscheiden, ob die Aufnahme nur aus dem Archiv oder auch von der Festplatte entfernt wird.

Rippen und komprimierte Audioformate

Die meisten Media-Player unterstützen von vornherein mehrere digitale Audiodateiformate, andere benötigen mitunter Plugins. Einige dieser Formate sind nicht komprimiert (z. B. herkömmliche Musik-CDs), andere hingegen komprimiert (z. B. MP3). Während eine unkomprimierte Musik-CD bis zu 700 MB auf der Festplatte einnimmt, belegt derselbe Audioinhalt in komprimierter Form oft nur 20 % des Speicherplatzes. MediaMonkey bietet die Möglichkeit, Audiodateien von Musik-CDs zu "rippen" und in komprimiertem Format auf der Festplatte zu speichern.

Die Kompression von Audiodaten ist entweder verlustfrei oder verlustbehaftet. Bei einer verlustfreien Kompression werden die Audiodateien unter Beibehaltung der vollständigen Signalintegrität des Originals codiert. Deshalb kann ein verlustfrei komprimierter Song ins unkomprimierte Ursprungsformat zurückkonvertiert werden. Die verlustbehaftete Kompression hingegen macht sich den Umstand zu Nutze, dass manche Signalverluste für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar sind, und erzielt so weitaus höhere Kompressionsraten. Die Kehrseite: Je nach eingesetztem Algorithmus und vor allem mit zunehmender Kompressionsrate können störende "Kompressionsartefakte" auftreten.

Hier nun ein kurzer Überblick über einige der von MediaMonkey unterstützten nativen Formate. Er soll Ihnen bei der Auswahl des optimalen Formats für Ihre digitale Musiksammlung helfen.

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Format Kompressionstyp Effizienz der Kompression Programm-Kompatibilität Unterstützung durch MediaMonkey Kompatibilität mit tragbaren Geräten DVD-Kompatibilität Kommentar
MP3 verlustbehaftet gut alle Wiedergabe, Tagging, Codierung alle viele -
WMA verlustbehaftet besser viele Wiedergabe, Tagging, Codierung einige (aber keine iPods) viele Microsoft-Format
OGG verlustbehaftet bestes viele Wiedergabe, Tagging, Codierung einige (aber keine iPods) wenige Offener Standard (ohne Patente)
AAC (M4A/M4P) verlustbehaftet bestes viele Wiedergabe, Tagging,
Codierung (per Plugin)
iPods und einige Telefone keins Bekannt durch iTunes
MPC verlustbehaftet bestes (bei höheren Bitraten) wenige Wiedergabe, Tagging keins keins -
CDA (CD Audio) keins - alle Wiedergabe, Brennen keins viele -
WAV keins - viele Wiedergabe, Tagging, Codierung manche viele Tagging-Implementierung unterschiedlich
Monkey's Audio (APE) verlustfrei ~55% wenige Wiedergabe, Tagging keins keins -
FLAC verlustfrei ~58% manche Wiedergabe, Tagging, Codierung wenige keins Offener Standard
WMA verlustfrei verlustfrei ~58% manche Wiedergabe, Tagging, Codierung - manche -
ALAC verlustfrei ~58% manche Wiedergabe, Tagging iPods keins -

Die Entscheidung, welches Format Sie für Ihre Musiksammlung verwenden, liegt letztlich bei Ihnen, wobei Sie Audioqualität, Speicherplatzbedarf, Übertragbarkeit und die zukünftige Kompatibilität abwägen müssen. Für die meisten stellt MP3 die perfekte Lösung dar, da dieses zwar verlustbehaftete Format doch sehr weit verbreitet ist und von sehr vielen Geräten unterstützt wird. Bei der verlustfreien Kompression hängt die Entscheidung vor allem von den Geräten ab, die Sie benutzen möchten und ob Sie ein offenes Format wie FLAC bevorzugen.

 

Verwandte Themen: 

Songs hinzufügen

Einstellungen für die MP3-Codierung

DRM (Digital Rights Management)

Einige der oben beschriebenen Formate werden beim Codieren mit dem so genannten DRM-Kopierschutz versehen (Digital Rights Management). Vor allem im Internet erhältliche WMA-und M4P-Musiktitel sind mit verschiedenen Versionen des DRM-Schutzes von Microsoft versehen, während im iTunes Store gekaufte Musik mit dem Fairplay DRM von Apple codiert ist.

Musik mit DRM ist im Allgemeinen zu vermeiden, da sie sich mitunter nicht beliebig nutzen lässt - obwohl Sie dafür bezahlt haben. Wenn Sie Songs z. B. auf Ihren MP3-Player kopieren möchten, scheitert dies möglicherweise an den DRM-Rechten.

MediaMonkey unterstützt WMA DRM bis zu Version 9.

 

Verwandte Themen:

DRM-Seite der Electronic Frontier Foundation (http://www.eff.org/IP/DRM/)

Tags

In die meisten digital codierten Dateiformate lassen sich Song-Informationen einbetten. Nehmen wir als Beispiel die Datei "Bryan Adams - Summer of '69.mp3". Aus dem Dateinamen lassen sich Interpret und Titel ablesen, Zusatzinformationen wie das Album, die Song-Nummer, das Erscheinungsjahr, das Genre, die Texte usw. sind indessen in den so genannten "Tags" untergebracht, die in die Datei "integriert" werden.

MediaMonkey bietet die Möglichkeit, alle Information zu einem Song im Archiv zu speichern und die Tags bei Änderung dieser Informationen automatisch zu aktualisieren. Es gibt mehrere Gründe, warum es sinnvoll ist, die Informationen sowohl im Archiv von MediaMonkey als auch in den Songtags zu speichern:

1) Wenn Songs auch auf einem externen Gerät wie einem MP3- oder DVD-Player genutzt werden, stehen die Tag-Daten auch dort zur Verfügung (vorausgesetzt, das Gerät unterstützt Tags).

2) Wenn Sie mit einer anderen Abspielsoftware oder Musikmanagement-Anwendung arbeiten möchten, werden die mit dem Song gespeicherten Tags auch von diesen Programmen eingelesen.

Tags sind im Allgemeinen in einem für jeden Dateityp individuellen Format gespeichert. So sind MP3-Dateien mit "ID3 Tags" versehen, während OGG-Dateien "Vorbis-Tags" besitzen. Hier einige Ausführungen zu den verschiedenen von MediaMonkey unterstützten Tag-Formaten:

ID3v1: ID3v1 ist der kleinste gemeinsame Nenner unter den MP3-Tagformaten. Zwar haben diese Tags einen nur sehr begrenzten Informationsumfang (z. B. Interpret, Titel, Album etc.), doch werden sie nahezu universell von tragbaren Audio- und DVD-Playern unterstützt.

ID3v2: ID3v2-Tags werden ebenfalls für MP3-Dateien verwendet. Sie eignen sich für einen weitaus größeren Umfang an Metadaten (d. h. Informationen zu Musikdateien) als ID3v1. Allerdings können von manchen Programmen oder Abspielgeräten, die nur ID3v1 unterstützen, nicht sämtliche in den ID3v2-Tags codierten Informationen ausgelesen werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Musikdaten sowohl in ID3v1- als auch in ID3v2-Tags zu speichern. Zum aktuellen Zeitpunkt werden zwei Versionen von ID3v2 verwendet: ID3v2.3 und ID3v2.4. MediaMonkey speichert die meisten Informationen so, dass sie von Geräten gelesen werden können, die entweder ID3v2.3 oder ID3v2.4 unterstützen.

OGG-, FLAC- und WMA-Dateien besitzen eigene Tag-Standards. Es sind keine Alternativen notwendig, da die Spezifikation alle erforderlichen Metadaten auf relativ eindeutige Weise unterstützt.

APE- und MPC-Dateien verwenden APE2-Tags, die so ausgelegt sind, dass einige der Schwierigkeiten mit ID3v2 wegfallen. Sie funktionieren sehr gut, es gibt jedoch nur begrenzte Unterstützung seitens der Audio- und DVD-Player.

Verwandte Themen:

Song-Eigenschaften ändern

Über Song-Eigenschaften

Lautstärkeanpassung

Wenn Songs digital von verschiedenen Quellen mit verschiedenen Kodierern oder Kodiereinstellungen codiert werden, besitzen sie auf verschiedenen Abspielgeräten unterschiedliche Lautstärken. Das Verständnis dieser Technologien ist wichtig, um das Verfahren wählen zu können, das den eigenen Ansprüchen am besten gerecht wird:

  1. Replay Gain
    Dieser standardisierte Ansatz zur Lautstärkeregelung lässt sich auf alle Audioformate anwenden, ohne den ursprünglichen Klang zu beeinträchtigen. Er basiert auf mehreren Phasen: Zunächst erfolgt eine Lautstärkeanalyse der Songs, dann wird der daraus resultierende Lautstärkepegel-Koeffizient in die Tags eingetragen. Nach der Analyse aller Songs eines Albums wird für alle Songs des Albums ein einziger Koeffizient gespeichert (Album Gain). Während der Wiedergabe wird die Lautstärke (Gain) des Albums oder Songs eingelesen und das Wiedergabegerät passt die Lautstärke entsprechend nach oben oder unten an (Album-Gain ist für die Wiedergabe eines ganzen Albums zu bevorzugen, da die Lautstärke-Unterschiede zwischen den einzelnen Songs, die im Originalalbum vorliegen, erhalten bleiben. Track-Gain sollte beim Abspielen einer Wiedergabeliste von Songs verschiedener Quellen gewählt werden). Diese Methode eignet sich hervorragend für PC-gestützte Player, stößt jedoch bei vielen tragbaren Geräten, die Replay Gain-Tags nicht unterstützen, an ihre Grenzen, da die Songs nach der Synchronisierung auf einem Gerät unterschiedliche Lautstärken besitzen.

    MediaMonkey unterstützt die Replay Gain-Analyse und Wiedergabe (per Song und per Album über 'Lautstärke analysieren' und 'Wiedergabe-Lautstärke anpassen').
  2. Soundcheck
    Dies ist die Apple-Variante von Replay Gain. iTunes generiert Soundcheck-Koeffizienten, die für die Angleichung der Wiedergabelautstärke herangezogen werden. Der Vorteil von Soundcheck liegt darin, dass er von iPod-Geräten erkannt wird und die Lautstärke ohne Qualitätseinbußen angepasst wird. Der Nachteil: Es handelt sich dabei um eine nicht-standardmäßige Methode, so dass die Soundcheck-Werte von anderen Wiedergabegeräten nicht erkannt werden. 

    MediaMonkey unterstützt Soundcheck und konvertiert Replay Gain- und Soundcheck-Werte direkt bei der Synchronisierung der Songs zwischen PC und iPod.
  3. MP3 Gain
    Dabei handelt es sich um eine Variante von Replay Gain. Der in der Analyse ermittelte Koeffizient wird nicht in einem Tag gespeichert, sondern die Lautstärke der MP3-Datei wird auf Grundlage der Analyse tatsächlich geändert. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass wie bei Replay Gain keine Qualitätseinbußen auftreten und die MP3-Dateien bei gleichmäßiger Lautstärke auf jedem MP3-Player abgespielt werden können. Der Nachteil: Die Methode ist auf MP3 beschränkt.

    MediaMonkey unterstützt die Lautstärkeanpassung per MP3 Gain über den Befehl 'Lautstärkeanpassung', der auch direkt bei der Synchronisierung mit einem Gerät angewendet werden kann.
     
  4. Konvertierung
    Bei jeder Konvertierung eines Songs in ein anderes Format kann die Lautstärke angepasst werden. Das ist nützlich, wenn Formate konvertiert werden müssen. Dennoch sollte diese Methode im Allgemeinen nicht zur Lautstärkeanpassung verwendet werden, da sie mit Qualitätseinbußen einhergeht.

    MediaMonkey unterstützt die Konvertierung (einschließlich CD-Ripping und Brennen) mit Lautstärkeanpassung bei Bedarf direkt während der Synchronisierung mit einem Gerät.
  5. Audio-Normalisierung
    Diese Methode wird von manchen Ausgabe- oder DSP-Plugins verwendet, um die Lautstärke während der Wiedergabe anzupassen und in einem vorgegebenen Bereich zu halten. Im Allgemeinen sollte sie jedoch nicht angewendet werden, da sie Audio-Artefakte erzeugen kann.


Verwandte Themen:

http://replaygain.hydrogenaudio.org/outline.html Replay Gain-Standard  (von David Robinson).


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